Graduiertenkolleg

Nachwuchsförderung im Integrierten Graduiertenkolleg

Der Sonderforschungsbereich 804 besitzt ein eigenes Graduiertenkolleg. Seine Mitglieder sind die Doktorandinnen und Doktoranden, die in der Grund- oder Ergänzungsausstattung des SFB arbeiten, assoziierte Promovierende aus dem Umfeld der übrigen Teilprojekte sowie ausgewählte Nachwuchswissenschaftler/innen, die mit einem Jahresstipendium am SFB arbeiten, an den Veranstaltungen und Programmen teilnehmen und dabei ihr eigenes Dissertationsvorhaben verfolgen. Das Graduiertenkolleg bietet ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, in dem die Nachwuchswissenschaftler/innen an die interdisziplinären und epochenübergreifenden Fragestellungen des SFB herangeführt und bei der zielgerichteten Fertigstellung ihrer Dissertationen unterstützt werden.

Das Ausbildungskonzept des Graduiertenkollegs folgt dem Prinzip, in Zusammenarbeit mit den Teilprojektleiter/innen eine intensive Betreuung auf höchstem Niveau zu gewährleisten, ohne die Freiräume der Graduierten für die eigenständige Entwicklung einzuschränken. So stehen neben inhaltlichen Forschungsfragen auch praktische Hilfestellungen im Schreib- und Forschungsprozess sowie und Schulungen für die Entwicklung berufspraktischer Perspektiven auf dem Programm, die nicht zuletzt auf die Initiativen der Graduierten selbst zurückgehen. Stipendien bieten zudem die Möglichkeit, exzellente Nachwuchswissenschaftler/innen aus dem In- und Ausland an den SFB zu binden bzw. Promovierenden längere Forschungs- und Arbeitsaufenthalte im Ausland zu gewährleisten.

Das Graduiertenkolleg bildet schließlich den Rahmen für eine intensive Einzelberatung durch die jeweiligen Betreuer/innen. In halbjährlichen Statusgesprächen mit den Promovierenden über ihre Projekte sollen Fortschritte, aber auch mögliche Probleme und deren Lösungsansätze zur Sprache kommen und die nächsten Schritte geplant werden. Ein Leitfaden für diese Betreuungsgespräche steckt mögliche Themenfelder und Aspekte ab.

Das Studienprogramm basiert auf fünf verschiedenen Formaten:

  • Grundlagenseminare vermitteln den Nachwuchswissenschaftler/innen in konzentrierter Form Grundzüge des SFB-Konzepts und der damit in Verbindung stehenden Problemstellungen, Begrifflichkeiten und Theoreme. Ziel ist dabei eine regelmäßige Überprüfung und Fortschreibung des übergreifenden Forschungsprogramms.
  • Regelmäßige Semester-Kolloquien, die als Blockveranstaltungen strukturiert sind, geben den Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit, ihre Promotionsprojekte in konzentrierter Form vorzustellen und Techniken der wissenschaftlichen Präsentation einzuüben und zu verbessern.
  • Die Abendvorträge der durch den SFB 804 in jedem Semester durchgeführten Vorlesungsreihe werden am folgenden Morgen durch „Frühstücksgespräche“ zwischen den Referent/innen und den Graduierten ergänzt. Bei dieser Gelegenheit werden nicht nur der Abendvortrag intensiv nachbesprochen, sondern auch bestimmte Aspekte einzelner Dissertationsprojekte kommentiert. Auch die Moderation dieser Gespräche übernehmen die Doktorandinnen und Doktoranden.
  • Workshops, die auf Initiative der Promovierenden zustande kommen, bieten den Nachwuchswissenschaftler/innen die Möglichkeit, sich aus verschiedenen disziplinären Kontexten zusammenzufinden und einzelne Promotionsprojekte in eine gemeinsame Perspektive zu rücken. Zu den Veranstaltungen, die als Themen-, Theorie- oder Methodenworkshops konzipiert sind, werden Gastwissenschaftler/innen eingeladen, die von den jeweiligen Organisatorinnen und Organisatoren selbst ausgewählt werden.
  • Werkstatt-Seminare mit zum Teil externen Expert/innen verfolgen das Ziel, die für die Fertigstellung der Doktorarbeit erforderlichen Schlüsselqualifikationen zu optimieren und damit zugleich die Promovierenden auf die Post-Doc-Phase und damit auf den Einstieg in das Berufsleben vorzubereiten.

Projektleiter

Prof. Dr. Gerd Schwerhoff

Koordinator

Dr. Gernot Kamecke